Jungschar Untermais

Geschichte vom Traumfänger

Eine alte indianische Legende, überliefert von den Atzteken lautet:

Nimm es und hänge es über die Wiege. So wird kein Traum mehr Kraft über dein Kind bekommen. Es wird bewirken, dass keine schlechte Energie mehr in euer Tipi kriecht, es wird alle diese Kräfte fangen und sammeln, und am Morgen, werden sie mit der Nacht verschwinden. Zeige das Netz deinen Brüdern und Schwestern, und webt euch selbst Netze, damit die bösen Träume auch ihre Macht über deine Brüder und Schwestern verlieren. Und so ging die Ahnfrau in ihr Dorf zurück und tat, wie ihr geraten."

Und wie die Ahnfrau von der Spinnenfrau gelernt hat, so machen wir es heute noch: Wir biegen den Zweig vom Baum am Wasser zum Ring und flechten Gegenstände von magischer Kraft in ein Geflecht aus dünnen Därmen. Da sind also Perlen, das Haar des Pumas, der Zahn des Bären, da sind Muscheln und Steine. Wir hängen den Traumfänger über unseren Schlafplatz oder tragen einen kleineren davon auf unserem Kopf. Wir Azteken weben auch viele Federn in dieses Geflecht, denn Federn haben eine besonders große magische Kraft. Wir nennen so einen Traumfänger in unserer Sprache Titlahtin. Das bedeutet: "Das, was mich beruhigt".

Aus "Was der Wind uns singt" - Indianische Weisheiten von Xokonoschtletl
Siehe auch Wikipedia

Bastelanleitung

Du brauchst einen ca. 30 cm großen Holzring aus einem Zweig, am besten einen Rebzweig (lassen sich am leichtesten biegen). An diesem Holzring mußt du von außen nach innen Schlingen aus einer Schnur anbringen (siehe Abbildung). Am Anfang mußt du einen Knopf machen, damit das Schnurwerk auch hält

Besonders schön wirkt das Ganze, wenn die Anzahl der Schlingen in der Außenreihe ungerade ist. Danach schlingst du die Schnur weiter im Uhrzeigersinn (siehe Abb.) bis der ganze Innenbereich des Ringes ausgefüllt ist. Fädle zwischendurch auch Knöpfe, Perlen oder ähnliches in die Schnur auf. Bist du innen angelangt, so mußt du die Schnur festknoten, damit das Flechtwerk nicht aufgeht. zum Aufhängen mußt du oben am Ring ein Band zum Befestigen anbringen. Unten kannst du mehrere Schnüre anbringen, an denen du Perlen einfädelst. An die Enden kannst du Federn anbinden.

Traumfänger
 
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Zuletzt geändert: 29.09.2007
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